難破する
なんぱする
nanpa suru
jmd vom anderen Geschlecht ansprechen;
flirten
es gibt ganze Straßenstriche wo die Typen
auf den Geländern sitzen, warten und dann
plötzlich ein paar Mädels anspringen und
sie auf ein Essen einzuladen
Samstag, 8. September 2012
Donnerstag, 6. September 2012
58. Wort des Tages
にこにこする
nikoniko suru
lächeln, schmunzeln
Auf den Straßen hier gibt
es viel zu wenig Leute, die
das tun
nikoniko suru
lächeln, schmunzeln
Auf den Straßen hier gibt
es viel zu wenig Leute, die
das tun
Dienstag, 4. September 2012
リラックスする - Kein Stress, kein Stress
Es wurde nach einem neuen Blogeintrag verlangt?
Well, then here we go:
るろうに剣心 (Rurouni Kenshin) war wie erwartet schwer bis gar nicht zu verstehen. Die Schauspieler redeten mir entweder zu schnell oder benutzten hauptsächlich Worte, mit denen ich nix anfangen konnte. Außer でござる (degozaru - die alte Samurai-Form für "です") hab ich nicht viel aufgeschnappt. Aber da ich die ersten paar Bände des Mangas kannte und die auftretenden Charaktere sich stark an jene vom Manga hielten, konnt ich mir alles fein zusammenreimen. Außerdem waren die Action-Szenen wirklich gelungen - der Hauptdarsteller verzichtete sogar auf ein Stuntdouble und wenn man das mitbedachte, machte der Film sogar noch mehr Laune. Dazu gabs Karamel-Popcorn und einen halben Liter zuckersüßes Calpis. Danach mit Yui noch schnell in den スーパー (suupaa - Supermarkt) geschaut, Bento für den Abend gekauft und dann verabschiedeten wir uns auch schon wieder. Ich war einfach viel zu müde, um noch irgendetwas zu machen und haute mich nach dem Abendessen sogleich ins Bett.
Am nächsten Morgen dauerte es wieder einige Zeit, bis ich aus den Federn kam, schließlich raffte ich mich doch auf und nach einer Packung 焼きそば (yakisoba - Gebratene Nudeln) vom nahegelegenen Konbini marschierte ich wieder zum ループバス (ruupu basu - Loop-Bus), der mich innerhalb von 20 Minuten zum Sendai-Schloss brachte. Also, das was halt noch davon übrig war - und zwar nur ein paar Mauern. Aber trotzdem gab es dort genug zu sehen. Anfangs wurden Fächertänze aufgeführt, bei denen die Tanzeneden und die Musiker ständig 「それ、それ、それ」 ("Sore, sore, sore") zwischenriefen. Es handelte sich dabei offenbar um eine alte Tradition aus Okinawa(?). War lustig anzusehen, besonders deswegen, da es sich dabei nicht um profesionelle Tänzer handelte sondern wohl eher um Hobby-Tänzer und so das ein odere andere kleine Missgeschick passierte, was das ganze aber nur lustiger anzusehen machte. Besonders die zweite Gruppe war toll, handelte es sich dabei wohl um eine Familie (Mutter mit 3 Töchtern), wobei die jüngste gerade mal 3 sein konnte. Sie wusste nicht wirklich, was mit dem Fächer anzufangen sei, aber lächelte stehts brav ins Publikum und schwang hin und wieder ihren Fächer in der Gegend herum. Herzig!
Plötzlich ertönte von weiter Ferne eine 太鼓 (taiko - Trommel), die immer näher zu kommen schien. Schließlich konnte man zwei verkleidete Gestalten erkennen die einem frühzeitlichen japanischen Bauern/Mönch und einer Samurai-Lady ähnlich sahen. Sie begrüßten das - nun in Scharen zuströmenden - Publikum und marschierten danach durch die Reihen um ein paar ausgewählte nochmals persönlich zu begrüßen (jahaaaa, auch mich! Allerdings auf Englisch. =P). Dann waren sie auch schon wieder weg.
Es brauchte nicht lange, und eine ganze Schar von Samurai, Wachen, Ninja und ähnlichen Figuren kam des Weges, begrüßten abermals voller Enthusiasmus (sie schrien regelrecht ins Mikrofon und flogen in der Gegend herum, als hätte es gar keine 34 Grad im Schatten) die sitzenden und stehenden Leute rings um die "Bühne". Danach gab es eine gut 30 minütige Vorstellung, bei der sich jeder der einzelnen Figuren zuerst selbst vorstellte, danach eine Schlachte gegen unsichtbare Feinde folgte, die die Samurai/Kämpfer Gruppe natürlich siegreich bewältigte. Im Mittelpunkt des Geschehens stand 伊達政宗 (Date Masamune), ein berühmer Feldherr Sendais des 16./17. Jahrhunderts, der sich zum Aushängeschild schlechthin gemausert hatte. Die Schauspieltruppe waren wirklich hervorragend. Ich konnte zwar wieder nicht alles verstehen, aber der Enthusiasmus der dahinter steckte konnte man auch so ganz einfach erkennen. Besonders die ganz linke Wache (siehe Foto weiter unten) war so in seine Rolle vernarrt, dass ich meinen Blick fast nicht mehr von ihm loslassen konnte. Nach Beendigung des Schauspiels gab es noch ein paar Posen für die fotografierwütigen unter uns, eine Einladung zu verschiedenen Feiern in nächster Zeit und schließlich wurde so mit dem Publikum noch etwas gewitzt und eine private Fotosession eingelegt. Die Kostüme waren - das hab ich ja noch gar nicht erwähnt - hervorragend in Szene gesetzt! Die Ausstattung - Musketen, Kurzschwerter, Speere, Schwerter - stand dem in nichts nach. Aber das könnte ihr ja eh alle selbst auf den Bildern sehn. ;)
Für meinen letzten "ganzen" Tag in Sendai mag das wenig erscheinen, aber durch die Hitze konnte ich einfach nicht mehr und fuhr so zurück zum Bahnhof (der Bus brauchte genau eine Stunde dorthin), ging kurz zu モースハンバーガ (Mo's Hamburger - einer japanischen Burgerkette), spielte in den Arcade-Hallen noch etwas Tekken Tag Tournament 2 (wurde 3 mal herausgefordert und gewann davon sogar 2 Mal =D) und mit Bier und Fanta/Cola im Gebäck kam ich schließlich auch wieder sicher im Gästehaus an. Wozu Bier und Fanta? Ach, kommt Leute, wie soll ich dem netten Staff dort denn sonst einen Radler zusammenmixen?!
Also gabs von mir Radler und Diesel, während der Staff - Yuumi, um genau zu sein - allerhand köstliche Kleinigkeiten auftischte und sich der Gemeinschaftsraum mit Gästen und Freunden des Hostel-Inhabers füllte. Muss ich nochmals erwähnen das solche spontanen Zusammenkünfte ein Spaß ohnegleichen sind und nie vor 2 Uhr früh enden? Ich glaube nicht.
Von Yuumi bekam ich dabei noch eine kleine Sachertorte geschenkt (die einzige Speiße aus Österreich, die jeder zu kennen scheint), die - das erfasste ich erst am nächsten Tag - doch tatsächlich von DEMEL aus Wien stammte. Kleine Welt.
Als ich während des Zusammensitzen erwähnte, dass ich am nächsten Tag nach dem Auschecken noch schnell zur Nikkan Whisky-Factory fahren wollte, entschieden Yuumi und Maya, ein 29 jähriger aus Sendai (und ja, auch ich hab den Ähnlichkeit mit ミツバチマヤ (mitsubachi maya - Biene Maya) sofort verkündet), sich mir anzuschließen. Schließlich machten wir aus, gemeinsam mit dem Auto hinzufahren (Mayas Idee) und ich lud noch schnell Yui dazu ein. Der Abend endete mit Yuumi, ihrer Freundin Shinobu (die es für einige Zeit richtig erwischte und mal kurz "aussetzen" musste) und mir, Worte lernend und lachend. Besonders mein 「そうそうそうそうそう」 (sousousousousou - So, so, so, so, so [sowas wie "Ach so" oder "Ja, so ist das"]) schien ihnen zu gefallen und wurde (und ist noch immer) der Witz schlechthin. ;P
Der nächste Morgen, der letzte Tag in Sendai.
Yui kam pünktlich um 10 beim Hostel an, Maya allerdings verspätete sich mit dem Auto bis 11:30. Ich durfte meinen Koffer noch etwas im Guesthouse stehen lassen und konnte somit ohne viel Gepäck gemütlich mit Yui, Yuumi und Maya zur ウイスキーファクトリー (Whisky-Factory) fahren. Die Tour war kurz, aber interessant (Yui fasste mir nach jeder Rede des Guides das Gesagte nochmals zusammen - allerdings auch auf Japanisch) und die Factory hatte riesige, wunderschöne Gärten mit Teichen, Enten, Schwänen... sehr wundersam, bedenke man doch, dass es sich hierbei um eine Alkohol-Brennerei hielt. Aber so hatte zumindest meine Kamera einiges zu tun.
Am Ende erwartete uns eine große Schenke, an der wir 3 verschiedene Endprodukte von Nikkan kosten konnten. Und zwar so viel davon, wie wir wollten (also, bis halt alle bestehenden Gläser leer waren). Wir drei "Nicht Autofahrer" entschieden uns, alles zumindest einmal zu kosten. War wirklich lecker, kann ich euch sagen (wobei der "gratis-Faktor" sicher einiges dazu beitrug). Ein wenig angeheitert stapften wir zurück zum Auto. Maya meinte, er wollte uns noch einen ausgeloschenen Vulkan zeigen, der sich hier in der "Nähe" befinden sollte. Nähe war gut, fuhren wir doch mit Sicherheit ne Stunde den Berg hinauf. Aber das zahlte sich aus. Der Asublick war unglaublich schön. Der antreibende Nebel hüllte Vulkan und umstehende Berghänge auf geheimnisvolle Weise ein und der See, der sich inzwischen im Vulkan-Krater breitgemacht hatte, schimmerte in schönem Türkis-Blau entgegen. Und auch die Luft war frisch und herrlichst einzuatmen!
Leider braute sich beim Hinauffahren gerade ein Gewitter zusammen, weswegen wir bereits nach gut 30 Minuten den Berg auch schon wieder verließen. Schade, da oben hätte man herrlich chillen können. Ein kurzer Stop bei einem Delikatessen-Geschäft kamen wir nach gut 1 1/2 Stunden auch wieder beim Hostel an. Die letzten Sachen wurden gepackt und Maya führte schließlich Yui und mich zu seinem Stammlokal, das bespickt war mit alten japanischen Filmpostern und beschallt wurde mit ebenso alten Klassikern. Sehr gemütlich und WAHNSINNIG billig. Nomihoudai um 500 Yen!!! Für 2 Stunden!!! Und dies wurde von Maya ausgenutzt, das könnt ihr nich glauben. Wer bis jetzt meinte, ich hätte nen Zug drauf (und nein, ich bin nicht stolz darauf) hätte sich vor Verwunderung die Augen gerieben. Der Typ trank ein Bier nach dem anderen, bis er dann auf Oolong-Tee wechselte (halber Liter, wobei die Hälfte davon koreanischer 焼酎 (shouchuu - Shouchuu [Schnaps]), die andere Hälfte 紅茶 (koucha - schwarzer Tee) war), die er ebenso schnell leerte. Dazu wurden uns allerhand köstliche Speißen aufgetischt: Tomaten (jap, einfach eine Tomate, geviertelt mit einem RIESEN Patzen Mayonnaise), Pommes, Eireis, frittierte Dinge(?), merkwürdige Kartoffel-Fisch-Gelee-Arten (schmeckte so, wie sichs liest) und カエル (kaeru - Frosch[schenkel]). Letzteres schmeckte wie Hühnchen, ich schwöre!
Als bekannt wurde, dass ich danach gute 12 Stunden im Nachtbus verbringen musste, wurde mir noch ein Teller Yakisoba und ein Teller 豚肉 (butaniku - Schweinsfleisch) mit köstlicher Sauce und Soyasprossen bestellt. Trotz 5600Yen Rechnung mussten Yui und ich nur 1000Yen bezahlen. Danke! =D 15 Minuten vor meiner Eincheckzeit am Busterminal ließen wir Izakaya wieder Izakaya sein und marschierten zum Treffpunkt für meinen Nachtbus. Auf dem Weg dorthin spendierte mir Maya noch eine Packung einer berühmten Sendai お菓子 (okashi - Süßigkeit), die ich bis jetzt noch nicht probiert habe. Danke! =D
Im Bus machte ich noch Bekanntschaft mit dem 26-jährigen 大さん (Dai-san), der in Osaka ein Aufnahmegespräch hatte, und probierte sodann mich irgendwie in eine der beiden freien Sitze ganz hinten im Bus reinzukuscheln, um wenigstens ein klein wenig Schlaf zu bekommen. Ich glaube, ich habe so ungefähr auf 4-5 Stunden Schlaf gebracht (von 12 Stunden fahrt). In Kyoto angekommen, und den Koffer so schnell wie möglich in einem Gepäcksdepot abgestellt, latschte ich wieder mal zu einem Yayoi-Ken, lies mir ein herrlich deftiges "Frühstück" schmecken (Ankunftszeit: 7:45) und machte mich dann gegen 10 auf den Weg zum Hostel, in dem ich schon eine Woche zuvor geschlafen hatte.
Gegen 5 sollte ich mich mit Yukari - man erinnere sich: das Mädl vom letzten Kyoto-Hostel - treffen, also hatte ich noch 7 Stunden Zeit. Zuerst wurde mal ordentlich "gefacebooked", dann wollte ich eigentlich schlafen gehen, allerdings meinte Yugo (der Hostel-Innhaber), die Check-In Zeit sei erst ab 3 Uhr, sodass ich bis dahin kein Bett zur Verfügung hatte. Also überlegte ich es mir nochmal und ging schließlich in den Norden rauf, zu einem Art-Museum. Dort gabs wunderschöne Bilder von Künstlern aus Kyoto des 19. und 20. Jahrhunderts! Wenn ich nicht ganz so müde und fertig gewesen wäre, hätte ich sicher mehr als 2 Stunden dort verbracht, so allerdings nickte ich fast immer wieder ein und schlürfte also nach jenen Stunden aus dem Museumsgebäude (die Ausstellung war überdies 無料 (muryou - gratis)).
Auf den Weg zurück machte ich noch einen kurzen Abstecher zu einem nahegelegenen Tempel, dessen Name mir jedoch bereits wieder entfallen ist. Der Weg dorthin verlief "auspowernder" als mir lieb war, handelte es sich doch um eine steile große Treppe die hinauf zu den Hauptgebäuden führte. Aber ich habs mit Ach und Krach noch geschafft - trotz totaler zerfetzer Schuhe (Sneakers sind für tägliches Herummaschieren wohl doch nicht die beste Idee; morgen: Schuhkauf!). Der Haupttempel wurde gerade umgebaut, aber in die anderen beiden konnte man hineinmaschieren. Ein Mönch betete dort gerade und läutete Glocken und spielte mit Taktstöcken (oder ähnlichem) herum. Sehr mysthisch.
Back im Hostel checkte ich ein, spielte noch etwas mit dem Computer herum und dann wars auch schon kurz vor 5. Der Treffpunkt war - wie immer - auf der Brücke der Shijou-Straße am Kamogawa. Pünktlich wie man pünktlich nur sein konnte, kam Yukari mit dem Bus um exakt 5 Uhr dort an. Der Abend begann mit einem Spaziergang die Promenade hinauf zur Sanjou-Straße (der Spot, an dem ich zuvor schon so oft so nette Leute kennen lernen durfte) wo wir uns hinsetzten und ein wenig quatschten. Dann rumorte plötzlich mein Magen etwas, hatte er doch schon seit über 9 Stunden nix mehr zu tun gehabt und wir suchten nach einem angemessenen Heilungsmittel. Das wurde schließlich auch in Form von einem Tagesmenü in einem recht schicken Restaurant gefunden. 3 Gänge und äußerst lecker. Mit 1450Yen jetzt auch nicht soooo wild (dafür gabs heute als Entschädigung wieder nur Yakisoba vom Konbini =P). Um unseren Mägen etwas Zeit zum Verdauen zu lassen, spazierten wir wieder etwas herum, spielten im Namco-Tower eine Runde 太鼓の達人 (Taiko no Tatsujin - Ein Trommelspiel), wanderten wieder zum Fluss, gingen wieder die Promenade entlang und hatten so einmal einen Kreis um den Block hinter uns. Dort bestaunten wir einen Feuerkünstler, bis ich auf die Idee kam, auch für Yukari - die eigentlich kein Bier-Fan war - einen Radler zu mixen. Leider hatte der angrenzende Konbini kein Fanta zur Hand, also musste man auf Cola für einen Diesel ausweichen. Wie ich mich freute, als Yukari bekannt gab, dass ihr das Gesöff doch tatsächlich zusagte. Ich glaube, ein Diesel/Radler-Geschäft würde in Japan ganz gut ankommen! (Warum kommt hier eigentlich niemand auf die Idee, Bier mit Limonade zu mixen ô_O?)
Gegen 10 musste sie auch schon wieder mit dem Bus nach Hause. Es war ein seeeehr angenehmer, gemütlicher Abend. Allein deswegen hat sich das Zurückfahren nach Kyoto bereits ausgezahlt. Heute (in gut 2 Stunden) treff ich mich mit Yuri, morgen wird hoffentlich mit ein paar kennengerlenten Jungs fortgegangen und am letzten Tag - bis der Nachtbus aufkreuzt - mit Yukari Karaoke gesungen. Alles fein hier, alles toll! =D
Mit diesen Bildern verabschied ich mich zunächst mal von allen und wünsch euch noch ein paar schöne Tage, bis der nächste Eintrag hier folgt. ;)
またね!
Well, then here we go:
るろうに剣心 (Rurouni Kenshin) war wie erwartet schwer bis gar nicht zu verstehen. Die Schauspieler redeten mir entweder zu schnell oder benutzten hauptsächlich Worte, mit denen ich nix anfangen konnte. Außer でござる (degozaru - die alte Samurai-Form für "です") hab ich nicht viel aufgeschnappt. Aber da ich die ersten paar Bände des Mangas kannte und die auftretenden Charaktere sich stark an jene vom Manga hielten, konnt ich mir alles fein zusammenreimen. Außerdem waren die Action-Szenen wirklich gelungen - der Hauptdarsteller verzichtete sogar auf ein Stuntdouble und wenn man das mitbedachte, machte der Film sogar noch mehr Laune. Dazu gabs Karamel-Popcorn und einen halben Liter zuckersüßes Calpis. Danach mit Yui noch schnell in den スーパー (suupaa - Supermarkt) geschaut, Bento für den Abend gekauft und dann verabschiedeten wir uns auch schon wieder. Ich war einfach viel zu müde, um noch irgendetwas zu machen und haute mich nach dem Abendessen sogleich ins Bett.
Am nächsten Morgen dauerte es wieder einige Zeit, bis ich aus den Federn kam, schließlich raffte ich mich doch auf und nach einer Packung 焼きそば (yakisoba - Gebratene Nudeln) vom nahegelegenen Konbini marschierte ich wieder zum ループバス (ruupu basu - Loop-Bus), der mich innerhalb von 20 Minuten zum Sendai-Schloss brachte. Also, das was halt noch davon übrig war - und zwar nur ein paar Mauern. Aber trotzdem gab es dort genug zu sehen. Anfangs wurden Fächertänze aufgeführt, bei denen die Tanzeneden und die Musiker ständig 「それ、それ、それ」 ("Sore, sore, sore") zwischenriefen. Es handelte sich dabei offenbar um eine alte Tradition aus Okinawa(?). War lustig anzusehen, besonders deswegen, da es sich dabei nicht um profesionelle Tänzer handelte sondern wohl eher um Hobby-Tänzer und so das ein odere andere kleine Missgeschick passierte, was das ganze aber nur lustiger anzusehen machte. Besonders die zweite Gruppe war toll, handelte es sich dabei wohl um eine Familie (Mutter mit 3 Töchtern), wobei die jüngste gerade mal 3 sein konnte. Sie wusste nicht wirklich, was mit dem Fächer anzufangen sei, aber lächelte stehts brav ins Publikum und schwang hin und wieder ihren Fächer in der Gegend herum. Herzig!
sore, Sore, SOre, SOOREE!
Family-Business mal anders
Also, wenn das nich mal zuckersüß ist, weiß ich auch nicht weiter...
Plötzlich ertönte von weiter Ferne eine 太鼓 (taiko - Trommel), die immer näher zu kommen schien. Schließlich konnte man zwei verkleidete Gestalten erkennen die einem frühzeitlichen japanischen Bauern/Mönch und einer Samurai-Lady ähnlich sahen. Sie begrüßten das - nun in Scharen zuströmenden - Publikum und marschierten danach durch die Reihen um ein paar ausgewählte nochmals persönlich zu begrüßen (jahaaaa, auch mich! Allerdings auf Englisch. =P). Dann waren sie auch schon wieder weg.
Es brauchte nicht lange, und eine ganze Schar von Samurai, Wachen, Ninja und ähnlichen Figuren kam des Weges, begrüßten abermals voller Enthusiasmus (sie schrien regelrecht ins Mikrofon und flogen in der Gegend herum, als hätte es gar keine 34 Grad im Schatten) die sitzenden und stehenden Leute rings um die "Bühne". Danach gab es eine gut 30 minütige Vorstellung, bei der sich jeder der einzelnen Figuren zuerst selbst vorstellte, danach eine Schlachte gegen unsichtbare Feinde folgte, die die Samurai/Kämpfer Gruppe natürlich siegreich bewältigte. Im Mittelpunkt des Geschehens stand 伊達政宗 (Date Masamune), ein berühmer Feldherr Sendais des 16./17. Jahrhunderts, der sich zum Aushängeschild schlechthin gemausert hatte. Die Schauspieltruppe waren wirklich hervorragend. Ich konnte zwar wieder nicht alles verstehen, aber der Enthusiasmus der dahinter steckte konnte man auch so ganz einfach erkennen. Besonders die ganz linke Wache (siehe Foto weiter unten) war so in seine Rolle vernarrt, dass ich meinen Blick fast nicht mehr von ihm loslassen konnte. Nach Beendigung des Schauspiels gab es noch ein paar Posen für die fotografierwütigen unter uns, eine Einladung zu verschiedenen Feiern in nächster Zeit und schließlich wurde so mit dem Publikum noch etwas gewitzt und eine private Fotosession eingelegt. Die Kostüme waren - das hab ich ja noch gar nicht erwähnt - hervorragend in Szene gesetzt! Die Ausstattung - Musketen, Kurzschwerter, Speere, Schwerter - stand dem in nichts nach. Aber das könnte ihr ja eh alle selbst auf den Bildern sehn. ;)
Für meinen letzten "ganzen" Tag in Sendai mag das wenig erscheinen, aber durch die Hitze konnte ich einfach nicht mehr und fuhr so zurück zum Bahnhof (der Bus brauchte genau eine Stunde dorthin), ging kurz zu モースハンバーガ (Mo's Hamburger - einer japanischen Burgerkette), spielte in den Arcade-Hallen noch etwas Tekken Tag Tournament 2 (wurde 3 mal herausgefordert und gewann davon sogar 2 Mal =D) und mit Bier und Fanta/Cola im Gebäck kam ich schließlich auch wieder sicher im Gästehaus an. Wozu Bier und Fanta? Ach, kommt Leute, wie soll ich dem netten Staff dort denn sonst einen Radler zusammenmixen?!
Also gabs von mir Radler und Diesel, während der Staff - Yuumi, um genau zu sein - allerhand köstliche Kleinigkeiten auftischte und sich der Gemeinschaftsraum mit Gästen und Freunden des Hostel-Inhabers füllte. Muss ich nochmals erwähnen das solche spontanen Zusammenkünfte ein Spaß ohnegleichen sind und nie vor 2 Uhr früh enden? Ich glaube nicht.
Von Yuumi bekam ich dabei noch eine kleine Sachertorte geschenkt (die einzige Speiße aus Österreich, die jeder zu kennen scheint), die - das erfasste ich erst am nächsten Tag - doch tatsächlich von DEMEL aus Wien stammte. Kleine Welt.
Als ich während des Zusammensitzen erwähnte, dass ich am nächsten Tag nach dem Auschecken noch schnell zur Nikkan Whisky-Factory fahren wollte, entschieden Yuumi und Maya, ein 29 jähriger aus Sendai (und ja, auch ich hab den Ähnlichkeit mit ミツバチマヤ (mitsubachi maya - Biene Maya) sofort verkündet), sich mir anzuschließen. Schließlich machten wir aus, gemeinsam mit dem Auto hinzufahren (Mayas Idee) und ich lud noch schnell Yui dazu ein. Der Abend endete mit Yuumi, ihrer Freundin Shinobu (die es für einige Zeit richtig erwischte und mal kurz "aussetzen" musste) und mir, Worte lernend und lachend. Besonders mein 「そうそうそうそうそう」 (sousousousousou - So, so, so, so, so [sowas wie "Ach so" oder "Ja, so ist das"]) schien ihnen zu gefallen und wurde (und ist noch immer) der Witz schlechthin. ;P
Da war Shinobu (links) noch gut drauf; Maya und die anderen beiden sind Freunde des Hostel-Innhabers und schauen ab und zu dort vorbei; nette Leute indeed
Der Beweis!
Der nächste Morgen, der letzte Tag in Sendai.
Yui kam pünktlich um 10 beim Hostel an, Maya allerdings verspätete sich mit dem Auto bis 11:30. Ich durfte meinen Koffer noch etwas im Guesthouse stehen lassen und konnte somit ohne viel Gepäck gemütlich mit Yui, Yuumi und Maya zur ウイスキーファクトリー (Whisky-Factory) fahren. Die Tour war kurz, aber interessant (Yui fasste mir nach jeder Rede des Guides das Gesagte nochmals zusammen - allerdings auch auf Japanisch) und die Factory hatte riesige, wunderschöne Gärten mit Teichen, Enten, Schwänen... sehr wundersam, bedenke man doch, dass es sich hierbei um eine Alkohol-Brennerei hielt. Aber so hatte zumindest meine Kamera einiges zu tun.
Am Ende erwartete uns eine große Schenke, an der wir 3 verschiedene Endprodukte von Nikkan kosten konnten. Und zwar so viel davon, wie wir wollten (also, bis halt alle bestehenden Gläser leer waren). Wir drei "Nicht Autofahrer" entschieden uns, alles zumindest einmal zu kosten. War wirklich lecker, kann ich euch sagen (wobei der "gratis-Faktor" sicher einiges dazu beitrug). Ein wenig angeheitert stapften wir zurück zum Auto. Maya meinte, er wollte uns noch einen ausgeloschenen Vulkan zeigen, der sich hier in der "Nähe" befinden sollte. Nähe war gut, fuhren wir doch mit Sicherheit ne Stunde den Berg hinauf. Aber das zahlte sich aus. Der Asublick war unglaublich schön. Der antreibende Nebel hüllte Vulkan und umstehende Berghänge auf geheimnisvolle Weise ein und der See, der sich inzwischen im Vulkan-Krater breitgemacht hatte, schimmerte in schönem Türkis-Blau entgegen. Und auch die Luft war frisch und herrlichst einzuatmen!
Leider braute sich beim Hinauffahren gerade ein Gewitter zusammen, weswegen wir bereits nach gut 30 Minuten den Berg auch schon wieder verließen. Schade, da oben hätte man herrlich chillen können. Ein kurzer Stop bei einem Delikatessen-Geschäft kamen wir nach gut 1 1/2 Stunden auch wieder beim Hostel an. Die letzten Sachen wurden gepackt und Maya führte schließlich Yui und mich zu seinem Stammlokal, das bespickt war mit alten japanischen Filmpostern und beschallt wurde mit ebenso alten Klassikern. Sehr gemütlich und WAHNSINNIG billig. Nomihoudai um 500 Yen!!! Für 2 Stunden!!! Und dies wurde von Maya ausgenutzt, das könnt ihr nich glauben. Wer bis jetzt meinte, ich hätte nen Zug drauf (und nein, ich bin nicht stolz darauf) hätte sich vor Verwunderung die Augen gerieben. Der Typ trank ein Bier nach dem anderen, bis er dann auf Oolong-Tee wechselte (halber Liter, wobei die Hälfte davon koreanischer 焼酎 (shouchuu - Shouchuu [Schnaps]), die andere Hälfte 紅茶 (koucha - schwarzer Tee) war), die er ebenso schnell leerte. Dazu wurden uns allerhand köstliche Speißen aufgetischt: Tomaten (jap, einfach eine Tomate, geviertelt mit einem RIESEN Patzen Mayonnaise), Pommes, Eireis, frittierte Dinge(?), merkwürdige Kartoffel-Fisch-Gelee-Arten (schmeckte so, wie sichs liest) und カエル (kaeru - Frosch[schenkel]). Letzteres schmeckte wie Hühnchen, ich schwöre!
Als bekannt wurde, dass ich danach gute 12 Stunden im Nachtbus verbringen musste, wurde mir noch ein Teller Yakisoba und ein Teller 豚肉 (butaniku - Schweinsfleisch) mit köstlicher Sauce und Soyasprossen bestellt. Trotz 5600Yen Rechnung mussten Yui und ich nur 1000Yen bezahlen. Danke! =D 15 Minuten vor meiner Eincheckzeit am Busterminal ließen wir Izakaya wieder Izakaya sein und marschierten zum Treffpunkt für meinen Nachtbus. Auf dem Weg dorthin spendierte mir Maya noch eine Packung einer berühmten Sendai お菓子 (okashi - Süßigkeit), die ich bis jetzt noch nicht probiert habe. Danke! =D
Zum letzten Bild: Das nächste Mal, wenn ihr Bier trinkt, probiert dazu einfach Kohl mit Salz. BEST BIERSNACK EVER! (eigentlich essen sie's hier mit Miso-Sauce; dazu braucht ihr Miso, Kochsake und Salz, einfach vermischen: voila!)
Schmankerl:
Erwischt... mit "Cheese" und "Peace-Sign" -.-
Unbedacht kommt oft: ohne zu schaun nach hinten beim Gehen fotografiert; hat doch was, oder?(das ist im Übrigen Yuumi)
Treue Begleiter auf meiner Japan-Reise: Whisky und mein 電子辞書 (denshi jisho - elektronisches Wörterbuch)
Maya in seinem Element - Crazyness!
Yui in ihrem Element - the Flirter!
Entgegen dem, was der Blick vermuten lassen mag schmeckte der
Froschschenkel ganz gut - wie Hühnchen eben
Froschschenkel ganz gut - wie Hühnchen eben
Im Bus machte ich noch Bekanntschaft mit dem 26-jährigen 大さん (Dai-san), der in Osaka ein Aufnahmegespräch hatte, und probierte sodann mich irgendwie in eine der beiden freien Sitze ganz hinten im Bus reinzukuscheln, um wenigstens ein klein wenig Schlaf zu bekommen. Ich glaube, ich habe so ungefähr auf 4-5 Stunden Schlaf gebracht (von 12 Stunden fahrt). In Kyoto angekommen, und den Koffer so schnell wie möglich in einem Gepäcksdepot abgestellt, latschte ich wieder mal zu einem Yayoi-Ken, lies mir ein herrlich deftiges "Frühstück" schmecken (Ankunftszeit: 7:45) und machte mich dann gegen 10 auf den Weg zum Hostel, in dem ich schon eine Woche zuvor geschlafen hatte.
Gegen 5 sollte ich mich mit Yukari - man erinnere sich: das Mädl vom letzten Kyoto-Hostel - treffen, also hatte ich noch 7 Stunden Zeit. Zuerst wurde mal ordentlich "gefacebooked", dann wollte ich eigentlich schlafen gehen, allerdings meinte Yugo (der Hostel-Innhaber), die Check-In Zeit sei erst ab 3 Uhr, sodass ich bis dahin kein Bett zur Verfügung hatte. Also überlegte ich es mir nochmal und ging schließlich in den Norden rauf, zu einem Art-Museum. Dort gabs wunderschöne Bilder von Künstlern aus Kyoto des 19. und 20. Jahrhunderts! Wenn ich nicht ganz so müde und fertig gewesen wäre, hätte ich sicher mehr als 2 Stunden dort verbracht, so allerdings nickte ich fast immer wieder ein und schlürfte also nach jenen Stunden aus dem Museumsgebäude (die Ausstellung war überdies 無料 (muryou - gratis)).
im Museum durften natürlich keine Fotos gemacht werden
Auf den Weg zurück machte ich noch einen kurzen Abstecher zu einem nahegelegenen Tempel, dessen Name mir jedoch bereits wieder entfallen ist. Der Weg dorthin verlief "auspowernder" als mir lieb war, handelte es sich doch um eine steile große Treppe die hinauf zu den Hauptgebäuden führte. Aber ich habs mit Ach und Krach noch geschafft - trotz totaler zerfetzer Schuhe (Sneakers sind für tägliches Herummaschieren wohl doch nicht die beste Idee; morgen: Schuhkauf!). Der Haupttempel wurde gerade umgebaut, aber in die anderen beiden konnte man hineinmaschieren. Ein Mönch betete dort gerade und läutete Glocken und spielte mit Taktstöcken (oder ähnlichem) herum. Sehr mysthisch.
Back im Hostel checkte ich ein, spielte noch etwas mit dem Computer herum und dann wars auch schon kurz vor 5. Der Treffpunkt war - wie immer - auf der Brücke der Shijou-Straße am Kamogawa. Pünktlich wie man pünktlich nur sein konnte, kam Yukari mit dem Bus um exakt 5 Uhr dort an. Der Abend begann mit einem Spaziergang die Promenade hinauf zur Sanjou-Straße (der Spot, an dem ich zuvor schon so oft so nette Leute kennen lernen durfte) wo wir uns hinsetzten und ein wenig quatschten. Dann rumorte plötzlich mein Magen etwas, hatte er doch schon seit über 9 Stunden nix mehr zu tun gehabt und wir suchten nach einem angemessenen Heilungsmittel. Das wurde schließlich auch in Form von einem Tagesmenü in einem recht schicken Restaurant gefunden. 3 Gänge und äußerst lecker. Mit 1450Yen jetzt auch nicht soooo wild (dafür gabs heute als Entschädigung wieder nur Yakisoba vom Konbini =P). Um unseren Mägen etwas Zeit zum Verdauen zu lassen, spazierten wir wieder etwas herum, spielten im Namco-Tower eine Runde 太鼓の達人 (Taiko no Tatsujin - Ein Trommelspiel), wanderten wieder zum Fluss, gingen wieder die Promenade entlang und hatten so einmal einen Kreis um den Block hinter uns. Dort bestaunten wir einen Feuerkünstler, bis ich auf die Idee kam, auch für Yukari - die eigentlich kein Bier-Fan war - einen Radler zu mixen. Leider hatte der angrenzende Konbini kein Fanta zur Hand, also musste man auf Cola für einen Diesel ausweichen. Wie ich mich freute, als Yukari bekannt gab, dass ihr das Gesöff doch tatsächlich zusagte. Ich glaube, ein Diesel/Radler-Geschäft würde in Japan ganz gut ankommen! (Warum kommt hier eigentlich niemand auf die Idee, Bier mit Limonade zu mixen ô_O?)
Gegen 10 musste sie auch schon wieder mit dem Bus nach Hause. Es war ein seeeehr angenehmer, gemütlicher Abend. Allein deswegen hat sich das Zurückfahren nach Kyoto bereits ausgezahlt. Heute (in gut 2 Stunden) treff ich mich mit Yuri, morgen wird hoffentlich mit ein paar kennengerlenten Jungs fortgegangen und am letzten Tag - bis der Nachtbus aufkreuzt - mit Yukari Karaoke gesungen. Alles fein hier, alles toll! =D
Mit diesen Bildern verabschied ich mich zunächst mal von allen und wünsch euch noch ein paar schöne Tage, bis der nächste Eintrag hier folgt. ;)
またね!
57. Wort des Tages
からかう
karakau
necken, foppen
wurde ich in Sendai die
ganze Zeit, weil ich immer
"Sosososososo" sagte
(1 oder max 2 Mal So würde
genügen. ;))
karakau
necken, foppen
wurde ich in Sendai die
ganze Zeit, weil ich immer
"Sosososososo" sagte
(1 oder max 2 Mal So würde
genügen. ;))
Freitag, 31. August 2012
怠惰になったね - Einiges aufzuholen
Booooah, was waren das jetzt für "stressige" Tage.
Ich komm ja nichtmal richtig zum Computer, und das will schon was heißen, weil für den nimm ich mir normalerweise immer die Zeit. In Sapporo und jetzt auch Sendai geht's ziemlich rund. Das ist das erste Mal seit ich in Japan bin, dass ich wirklich mein Geld ohne Gewissensbisse ausgebe!
Let's begin wo wir aufgehört haben:
Der Tag mit Ayumi in Otaru war herrlich! Trotz anfänglicher Findungsschwierigkeiten fuhren wir dann gemeinsam vom 札幌駅 (Sapporo eki - Sapporo Bahnhof) mit dem Zug nach 小樽 (Otaru). Da Ayu dort für gut 22 Jahre lebte, dachte ich mir, sie würde sich sicher sofort wieder zurecht finden. Naja, man kann sich halt auch ein wenig täuschen.
Wir brauchten etwas Zeit um den richtigen Bus zu nehmen und ein Tagesticket mit Rückfahrt nach Sapporo zu erstehen, aber dann konnte es los gehen! Zuerst mal zum 運河 (Unga), ein kleiner Fluss der parallel zur Küste quer durch die Stadt floss und ein Touristenplatz schlechthin war. Allerdings fast nur für japanische Touristen; Ausländer - wie mich - konnte ich in ganz Otaru nur ganz selten erblicken. War mir nur Recht.
Nach der Unga-Besichtigung stapften wir die Promenade entlang, wo es unzählige von Omiyage-Läden gab. Otaru ist für 3 Sachen bekannt: Bier (haben ne eigene kleine Bierbrauerei), グラス (gurasu - Glas) und オルゴール (orugooru - Spieluhren). Wir begannen zunächst mit den Glas-Läden wo es wirklich schöne Gläser, Schalen, Teller und Figuren gab, die alle mit der Hand - oder in diesem Fall wohl eher mit dem Mund? - angefertigt wurden. Leider schlugen dementsprechend auch die Preise etwas zu Buche, weswegen ich mich tunlichst davor hütete, etwas zu kaufen. Konnte allerdings in einem kleinen Omiyage-Laden dann doch noch das ein oder andere Omiyage für zu Hause finden. Keine Sorgen. ;)
Zu Mittag marschierten wir zu einem klitzekleinen Sushi-Laden, wo es frischen Fisch mit Reis gab. War lecker, nur leider etwas zu wenig. Am Ende der Verspeißung sagte ich dann auch noch "お疲れ様です" (otsukaresama desu - sowas wie "Ich bin fertig mit der Arbeit", aber auch "Das war eine gute Arbeit") anstatt mich bedankend mit "ご馳走様でした" (gochisousama deshita - Danke für das Essen; Es hat sehr gut geschmeckt) zu verabschieden. Herrlich peinlich.
Weiter gings mit dem Bus zu einer kleinen Bucht am Meer. Das war mein erstes Mal überhaupt, dass ich im Japanischen Meer schwimmen durfte, wobei "schwimmen" vielleicht nicht das richtige Wort ist, da mir das Wasser gerade mal zum Bauchnabel reichte. Außerdem war es viel zu warm, ich hoffte ja doch auf eine angemessene Abkühlung. Nichts desto trotz, so hatte ich zumindest meine Badehose nicht umsonst eingepackt.
Ayu machte indessen ein paar Fotos, weil sie mit ihrem verletzten Fuß (sie hatte kürzlich einen kleinen Autounfall) nicht ins Meer durfte. Nach der kurzen Plantscherei reservierte sie mir auch noch einen Platz auf der nächsten Fähre. Wurde leider etwas teurer als erwartet: anstatt den 8000 Yen, die ein Gemeinschaftsschlafplatz kosten würde, musste ich einen 11500Yen-starken Preis für ein richtiges Bett in einem Gemeinschaftsraum bezahlen. Blieb mir ja nichts anderes über und ich stimmte zu (WUCHER!).
Sieht aus wie ne europäische Hafenstadt
Gott, Ayumi ist einfach soooo süß ^^ (Oh, sie ist im übrigen 28)
Nope, schon wieder kein "Cheese" von mir =P
Ich hät die Fotos auch in Italien schießen können, wenn sich da nich das japanische Auto eingeschlichen hätte
Das Meer war unglaublich sauber... aber leider auch unglaublich warm
Ha, gleich am Anfang nen Seeigel gefunden, der genau auf meine hokkaidische Cola-Flasche passte
"Ich mach dir ein Angebot, das du nicht ausschlagen kannst..."
Weiter gings - nach einigen Unklarheiten zwecks richtigen Bus - zu dem bekanntesten Orugooru-Geschäft in Otaru. Das war riesig, das sag ich euch. Und da waren Spieluhren die spielten Rock, Folk, Klassik, Weihnachtsmusik, J-Rock, J-Pop... war alles da! Und die Musik mit der man beschallt wurde, beruhigte einen auf sanfte Weise, sodass man fast am liebsten alles was man sah kaufen mochte. Da schlug jedoch wieder der Preis zu und wir beendeten unsere Omiyage-Suche mit (fast) leeren Taschen. Draußen gabs dann noch ein letztes Schmankerl: eine große Standuhr, die alle Stunden durch einen Dampf-Mechanismus die Schulglocken-Melodie spielte. Wir kamen gerade rechtzeitig und konnten jene vernehmen. Klang gut.
Hälfte des Geschäfts...mindestens
Gibt auch 'n Foto mit mir, aber ich glaub, es ist bereits klar, dass das hier bei weitem schöner ist
Zum Abendessen setzten wir uns in den Otaru Bier Garten, der, was wir erst nach Anblick der Speisekarte kapierten, auf Deutsche Küche getrimmt wurde. Es gab Wiener Schnitzel, Kartoffelsalat, Sauerkraut, Würste... alles, was das Herz begehrte. Wie es der Zufall so wollte sprachen Ayu und ich noch am selben Tag über die Österreichische Küche und ich erzählte ihr vom Schnitzel und vom Radler, den sie unbedingt mal kosten sollte. Den gab es dann natürlich auch auf der Speißekarte und wurde unser 3. Getränk an diesem Abend.
Bis dahin begnügten wir uns mit einer kleinen Deutschen-Platte, bestehend aus Schinken, Bohnen, Nüssen(?) und ... ich glaub es war Leberpastete oder sowas. =P Schmeckte allerdings alles richtig gut. Dann bestellte Ayumi noch nen Kartoffelsalat und ich natürlich ein Wiener Schnitzel (das im Menü allerdings nur als "Schweinskotlett" angepriesen wurde). Alles schmeckte ein weeeenig fad, es fehlte etwas an Gewürzen (besonders an Salz), aber das machte das Bier deutscher Brauart ja dann wieder wett. Da wir draußen direkt am Unga saßen, fuhren unzählige Boote mit Touristen vorbei, mit denen wir immer wieder durch Winken kommunizierten. Die freuten sich wie kleine Kinder darüber, war richtig süß anzusehen.
Gegen 10 am Abend wurde uns dann plötzlich bewusst, dass wir ja noch den letzten Bus gen Sapporo erwischen mussten und sprangen sofort auf und marschierten los zum Bus-Bahnhof (Ayumi bezahlte wieder mal alles -.-°; ihre "Ausrede" war es, dass ich ja der 旅人 (tabibito - Reisender) war und so auf mein Geld schauen musste; wo sie Recht hat...).
Wir warteten noch gut 15 Minuten am Sapporo Bahnhof, bis Ayumi mit ihrem Zug zurück nach 千歳 (Chitose) fahren konnte und verabschiedeten uns. Das war mit Abstand der gemütlichste Tag bis dato!
In Venedig
Der kleine Patzen da unten auf dem Teller soll Kartoffelsalat sein. Haben ihn sogar mit zwei Chips garniert
Trotz Müdigkeit ist dann doch noch ein recht nettes Foto entstanden
Der vorletzte Tag und dieses Mal konnte ich den Botanischen Garten auch wirklich besichtigen. Ein grüner Platz inmitten der lauten Stadt, überwuchert mit Bäumen, Gras und natürlich Blumen. Im Glashaus gab es einige Orchideen zu bestaunen (ich wusste auch nicht, dass Bananenstauden eine Blume haben ô_O) und im Rosengarten... nun ja... Rosen eben. Leider setzte die starke Sonnen den armen Blümchen etwas zu, gut die Hälfte der Rosen waren hoffnungslos verdorren, fast schon ausgebrannt. Da halfen auch die unzähligen herumschwirrenden Gartenarbeiter nichts mehr. Dann gabs da noch den Alpinen Garten, der erinnerte mich stark an die Fauna zu Hause und ich bekamt irgendwie Lust, ein wenig Wandern zu gehen. Vielleicht nach meiner Rückkehr? Vielleicht... wohl ehe rnicht. =P Darauf folgte das älteste Museum Hokkaidos, in dem ein haufen ausgestopfter Tiere ausgestellt wurden, viele davon bereits ausgestorben. Die Häuser im Botanischen Garten waren fast ausschließlich europäischer Bauart, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass Sapporo eine recht junge Stadt ist und es dort früher viele Europäer gab. Aber Hokkaido ist mitunter auch die Insel der Japanischen "Ureinwohner", den Ainus, von denen es auch eine richtig interessante - wenn auch wirklich kleine - Ausstellung gab. Das wars auch schon wieder mit dem Tag. Am Abend im Hostel noch mit 3 Japanern ein wenig geplaudert (ich glaub fast, mein Japanisch wird besser...), ein wenig 日本酒 (nihonshu - Sake) eingeschenkt bekommen, Fischnase (seriously!) gegessen und nach einem weiteren Bier ab in die Hapfen.
Schmankerl:
'N Stiegenfoto fürs Schatzal =*
Ich wusste nich, dass Bananenstauden ne Blüte haben ô_O
Das unten sind "normale" ... erm ... Seeblüten? Keine Ahnung wie man die Dinger nennt, aber zumindest hat man nen Vergleich zu dem obigen Monstrum!
Das Waaandern ist des Müüüllers Lust, das Waaandern ist...
Na, schaut's wie er sich freut, der Aigi. Oder erstaunt ist. Oder verblüfft. Oder...
Dann noch ソフトアイスクリーム (sofuto aisukriimu - Softeis =)) und 回転すし (kaitensushi - Rollband-Sushi) und dann fuhren sie mich doch tatsächlich auch noch direkt zum Fähren-Terminal und halfen mir beim Einchecken. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass mir schon wieder alles gezahlt wurde. ^^° Die Verabschiedung war etwas traurig, die beiden waren einfach soooo unbeschreiblich nett zu mir gewesen und es hat soooo Spaß gemacht, sich mit ihnen (ausschließlich auf Japanisch) zu unterhalten und zu lachen. Ich vermiss Ayumi bereits jetzt, aber wir sind noch per Mail im Kontakt.
Gott, ich will wieder zurück. =P
Tenpura-Soba...oooch, soooo lecker!
Ayumi's große Schwester Tomomi mit herrlichem Ausblick auf den Garten vom Onsen.
Ayumi ist sehr naturverbunden und ist überzeugte Shintoistin... UND Buddhistin... UND neuestens seit Okinawa auch ein bisschen Christin. ;)
Hokkaido ist bekannt für sein leckers Softeis. Das da vorn ist meins, aus Bohnen gemacht.
Nur die erste Fuhr von 3en. Die beiden wollten mir einfach alles zum Essen geben
Die Fährenfahrt war dafür äußerst ereignislos. Nach kurzer Eingewöhnungsphase, einem Yuuba-Besuch und einer einstündigen Shimasen-´Vorführung flackte ich mich auch schon ins Bett und schlief auch sogleich ein. Am nächsten Morgen gegen halb 9 hieß es dann auch schon wieder aufstehen, anziehen, waschen und schon konnte ich von der Fähre runter. die 11500Yen war das ganz sicher nicht wert, aber ich hatte ja meinen Spaß am Tag zuvor mit den beiden Mädels. =)
Zumindest ein eigenes Bett gab es, mit Fernseher, Stromanschluss und Rollade
Der Ausblick auf die aufgehende Sonne wär sicher schön gewesen von da, aber hey, ihr kennt mich, warum sollt ich schon so früh aus dem Bett?!
In Sendai brauchte es nicht lange bis ich das Gästehaus fand, eincheckte, duschte und mich dann sogleich auf den Weg in die große Shopping-Street machte. Bei der Heimkehr machte ich einen kurzen Abstecher in einen nahegelegenen Park, wo mich plötzlich ein Junge anquatschte, wies mir denn so ginge (auf Englisch - er war ja auch ein Amerikaner). Er lebt schon seit 14 Jahren hier und meinte, es gäbe in Sendai nicht unbedingt viel zu sehen (dasselbe meinte auch Yui), wollte mir allerdings ein paar gute Plätze zum Relaxen zeigen. Leider hatte ich nicht viel Zeit, da ich bereits mit Yui ausgemacht hatte, am Abend zusammen 牛タン (gyuu tan - Kuhzunge) essen zu gehen, eine Spezialität Sendais. Aber für einen kurzen Sprung in eines der höchsten Gebäude (31 Stockwerke) nahm ich mir dann doch die Zeit und hatte einen wundervollen Ausblick über die Metropole. Er erzählte noch ein wenig von dem Erdbeben letzten Jahres und dessen Folgen und begleitete mich dann zurück zum Hostel (ich hatte meine Karte verloren und wusste nicht, wo lang =P).
Zurück im Hostel lernte ich dann einen 20-jährigen Japaner aus Tokyo kennen, von dem ich dann auch erfuhr, dass er nicht viele Freunde hatte und in der Schule immer gehänselt wurde. Da tat er mir wirklich Leid, und so konnte ich ihm auch nicht absagen, als er plötzlich zusammen mit mir aufstand um sich mit Yui zu treffen. Yui schien von ihm wenig begeistert und es tut mir jetzt noch Leid. Er schien äußerst 不思議 (fushigi - seltsam) und konnte gar nicht mehr dem Bild eines Otakus gleichen, auch wenn er es wollte. Seine Hobbys waren ausnahmslos Anime, Manga und Modellfiguren zusammenbauen. Nun ja, das Essen allerdings war lecker, und Yui und ich machten aus, uns am nächsten Tag nochmals zu treffen um in ein 居酒屋 (izakaya - japanische Bar) und danach zum カラオケ (karaoke - ... Karaoke) zu gehen. Zusammen mit Yoichi ging ich dann noch in ein riesiges Spielegeschäft und danach in ein BOOK-OFF. Er bestand darauf mir etwas zu schenken und kaufte mir so eine kleine, billige Modellfigur von Gundam. Dann wollte er mir sogar noch Mangas kaufen, ich musste ihm diese regelrecht aus der Hand reißen damit er es nicht tat. Zur Vorsicht hab ich sie mir dann selbst gekauft, nicht dass er etwa auf die Idee kam, sie mir heimlich zu erstehen. ;P
Im Hostel hatten sich inzwischen 8-9 Japaner versammelt und tranken und redeten miteinander, sodass es einfach für mich war, in die Konversation einzusteigen, mitzutrinken und zu scherzen. Gegen 2 war's Zeit für Licht-Aus.
Gyuu-tan!
und die Runde im Hostel. Yuumi (ganz hinten im Bild) ist hier derzeit Aushilfsarbeiterin, der Junge der am größten scheint ist der zuvor erwähnte "Otaku"
Gestern war dann anfänglich Ausnüchterungstag, entschied mich dann aber doch mit dem Bus zum 博物館 (hakubutsukann - Museum) zu fahren um wenigstens etwas von Sendai zu sehen zu bekommen. Die normale Ausstellung brachte einem die Geschichte Sendais näher und strotzte von Ausstellungsstücken und (Englischen) Texten davon. Während meines Aufenthalts dort wurde ich plötzlich von einer älteren Dame auf Englisch angequatscht, die mich fragte, ob ich Sendai wohne oder was ich hier machen würde. Man merkte sofort, dass sie gerne mit mir sprach, war sich doch eine freiwillige Führerin für Ausländer in diesem Museum. Allerdings kam ich fast nicht zu Wort, sie redete und redete und redete. Als ich ihr dann sagte, dass ich derzeit keine Hilfe brauchen würde, da ich nur die Texte lesen würde, hatte ich etwas Zeit, mich weiter umzusehen. Das heißt, eine gute Minute, als ich plötzlich ein leises "Hallo, hallo" vernahm, mich umdrehte und einem jungen 小学生 (shougakusei - Schüler) entgegenstand, der sich höflichst verbeugte und die ganze Zeit "Hallo" (und nicht etwa Hello) sagte. Ich unterhielt mich auch mit ihm kurz - hauptsächlich auf Japanisch - und musste mich dann auch schon wieder verabschieden um weiter zu kommen... wieder mal nur für wenige Minuten. Die Dame von zuvor kam wieder angerannt und wir unterhielten uns wieder auf Englisch-Japanisch. Ich erzählte ihr, von wo ich kam (ich sage immer Salzburg, weil sowieso keiner Tamsweg kennt =P), was studierte und so weiter. Sie sah richtig glücklich aus, ich denke, die bekommt nicht so viele Ausländer hier zu Gesicht. ^^° Nach der Verabschiedung hatte ich dann wieder weitere 2-3 Minuten Zeit weiterzugehen, bis sie zurückkam, dieses Mal mit einem alten Herrn im Schlepptau. Sie erklärte mir, er wolle etwas Deutsch sprechen, da er 14 Jahre in Berlin lebte. Der war sowas von herzig. ^^ Gab sich richtig Mühe, die ganzen Wort richtig auszusprechen und meine Gequatsche zu verstehen. Er kannte das Mirabellschloss, Mozart (natürlich), aber sogar die Getreidegasse. Schließlich verabschiedeten sie sich mit "Bon voyage" und ich schlenderte noch weitere 1 1/2 Stunden durch das Museum - es gab eine Spezialausstellung über Inkas.
Am Abend traf ich mich dann - dieses mal alleine - mit Yui und ihren Freundinnen am Bahnhof und wir machten uns sofort auf den Weg zu einem nahegelegenen 焼き鳥店 (yakitori mise - Restaurant mit gegrillten Hühnchen) und aßen, tranken (wow, die Mädels hatten nen Zug, unbeschreiblich) und scherzten. Danach gings etwas angeheitert in eine Karaoke-Box. Bist du des Wahnsinns, die Mädels gingen ab. Standen inmitten des Songs auf (egal, wer gerade sang) sprangen herum, kreischten und klatschten mit als gäbs kein Morgen mehr. Überdies war Yuis Singstimme wunderschön. Wenn ich es nicht live miterlebt hätte, hät ichs nicht geglaubt. Mein Gekreische (Linkin Park, Foo Fighters, Crashtest Dummies, Green Day, Oasis und OK Go) war nichts zum Vergleich der unzähligen gesungenen Anime-Songs die über den Lautsprecher und Bildschirm flimmerten. Am Ende entschieden wir uns noch, in einer Seitengasse in eine Bar zu gehen. Zufälligerweise handelte es sich dabei um eine, die besonders bei Ausländern bekannt war, sodass schnell Kontakt mit Amis, Deutschen und Kanadiern gefunden wurde. Zum dritten Mal seit ich in Japan bin wurde ich wegen meiner Aussprache für einen Ami gehalten. Und zwar von Amis. ;)
Yui! Find ich cool, dass wir uns damals in Marseille kennen gerlent haben und uns seitdem jedes Jahr mindestens einmal treffen. ;)
Mit dem Pad links konnte man die Songs auswählen. Ich wünschte, es wäre ein Zeichenpad gewesen, denn Saito-san (das Mädel) will profesionelle Mangaka werden. Und sie hat das Zeug dazu, könnt ihr mir glauben! Atsuko (das andere Mädel mit dem Mikro) hat gerade erst geheiratet. Congratulations!
Ich hab ihren Namen SCHON WIEDER vergessen, aber sie war ausnahmslos die wildeste. Die hatte beim Trinken schon nen Zug, der wurde gestern nur noch von Maya (dazu später mehr) übertroffen. Hut ab!
Anime-song: Action-time!
Huch, versteckt sie sich oder schummelt sie sich aufs Bild? Weiß ich nich mehr genau, war schon gegen Ende der Karaoke-Session. ;)
Und heute is mal Ruhetag. Wollte eigentlich mit Yui in die ウイスキー (uisukii - Whisky) Factory gehen, aber sie hat mir vor kurzem abgesagt, da sie ins Krankenhaus müsste. Am Abend allerdings gehen wir zusammen ins 映画館 (eigakan - Kino) um uns den neuen るろうに剣心 (Rurouni Kenshin - ein berühmter Manga/Anime) anzusehen - auf Japanisch, sodass ich wahrscheinlich von der Story nichts mitbekommen werde. Vielleicht schnapp ich ja den ein oder anderen Plotfetzen auf. Ich kenn ja zumindest die ersten paar Mangas.
じゃ、またね!
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